Tiefseeabenteuer (Rezension)

Zu dem Film „Die Tiefseetaucher“ von Wes Anderson fallen mir spontan zwei Dinge ein: zum einen, dass Bill Murray mitspielt, zum anderen, dass mich eine Szene im Film so stinkwütend gemacht hat, dass ich mich bis heute geweigert habe, den Film zu Ende zu schauen. Mit Bill Murray kann Tiefseeabenteuer zwar nicht dienen. Dafür wird man aber auch schon mal fuchsteufelswild, wenn wieder einer der anderen Gierhälse am Tisch schwer beladen den ganzen Sauerstofftank leer geatmet hat, nur um sich noch in letzter Sekunde auf das U-Boot zu retten, während man nun selbst mit seiner Beute zum Absaufen verdammt ist.

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Catan: Das Würfelspiel (Rezension)

Gefühlt sind sie momentan allgegenwärtig: sogenannte „Roll-and-Write“-Spiele, in denen man zunächst munter würfelt und dann Dinge auf einem Spielplan abstreicht. Im Moment ist beispielsweise Noch mal! in aller Munde. Vorläufer dieser Spiele gab es bereits seit Jahren. Leider war dabei längst nicht alles Gold, was glänzt – auch dann nicht, wenn große Namen wie Catan auf der Box standen. „Catan: Das Würfelspiel (Rezension)“ weiterlesen

Century: Die Gewürzstraße (Rezension)

Gewürze! Karawanen! Der Zauber des Orients! Schon mit seinem Cover macht „Century: Die Gewürzstraße“ ein wohlbeackertes Themenfeld auf, dass uns das Spielthema förmlich riechen lässt. Ist das Spiel einmal auf dem Tisch, tritt all das jedoch recht schnell in den Hintergrund, und wir haben ein eher abstraktes, auf seine nackten Mechanismen herunter reduziertes „Engine Building“-Spiel vor uns.

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Wettlauf nach El Dorado (Rezension)

Das sagenhafte El Dorado ist greifbar nah. Aber was ist das alles wert, wenn wir nicht die ersten sind, die die sagenhafte goldene Stadt erblicken? Wir haben unsere Konkurrenten in den undurchdringlichen Dschungeln Südamerikas hinter uns gelassen, aber sie sind uns dicht auf den Fersen. Wir müssen nur noch diesen einen Fluss überqueren, dann haben wir das Rennen für uns entschieden. Also, wo steckt dieser vermaledeite Matrose, wenn man ihn braucht?

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Magic Maze (Rezension)

Das letzte Abenteuer lief wohl nicht ganz nach Maß für Magier, Barbar, Elf und Zwerg, denn nun stehen sie nicht nur ohne Ausrüstung da, sondern haben darüber hinaus auch nicht das nötige Kleingeld zur Neubeschaffung. Weil Helden in so einer Situation stets das moralisch Richtige tun, sind wir nun dort, wo „Magic Maze“ beginnt: in einem Einkaufszentrum, wild entschlossen alles zu klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. „Magic Maze (Rezension)“ weiterlesen

Kingdomino ist Spiel des Jahres 2017!

Juli ist „Spiel des Jahres“-Zeit! Heute wurde der nach wie vor wichtigste Spielepreis der Welt zum 39. Mal vergeben. Die Auszeichnung ging dieses Jahr an „Kingdomino“ von Bruno Cathala. Die „Exit“-Reihe von Markus und Inka Brand ist „Kennerspiel des Jahres“, das Prädikat als „Kinderspiel des Jahres ging bereits vor einigen Wochen an „Ice Cool“ von Brian Gomez.

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Brave Rats (Rezension)

Mit Liebesbriefen die Auserkorene aus dem Adelsstand anhimmeln war gestern. Heute geht es handfest zu – in „Brave Rats“ sichern wir uns im Zweikampf Ratte gegen Ratte das größte Stück vom Käse. Es kann nur einen Rattenkönig geben! „Brave Rats (Rezension)“ weiterlesen

Jaipur (Rezension)

Ach herrje, der Alex rezensiert schon wieder olle Kamellen! In diesem Fall kann ich mich mit einem aktuellen Aufhänger herausreden, denn Jaipur ist gerade erst letzten Monat als App für Android und iOS erschienen (und hat für die digitale Fassung ein komplettes Facelift mit neuem Artwork von Vincent Dutrait erhalten). Für mich ein willkommener Anlass, um auf ein kleines Kartenspiel für zwei zurück zu blicken, das sich immerhin acht Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch immer wacker in der Top 100 von BoardGameGeek hält. „Jaipur (Rezension)“ weiterlesen

Nichtlustig (Rezension)

Lizenzspiele genießen mit wenigen Ausnahmen einen zweifelhaften Ruf – und das nicht ganz zu Unrecht, wenn man sich moderne Massenmarktklassiker wie „Monopoly: The Walking Dead“ ansieht. Bei „Nichtlustig“ war immerhin Designer Michael Rieneck am Werk, der Ken Folletts „Die Säulen der Erde“ eine recht gelungene Brettspielumsetzung spendiert hat. Leider scheint er nicht seinen besten Tag gehabt zu haben. „Nichtlustig (Rezension)“ weiterlesen

Splendor (Rezension)

Schlicht und elegant, sagen die einen. Trocken und abstrakt, meinen die anderen. Was sich nicht bezweifeln lässt: „Splendor“ war einer der großen Verkaufsschlager der letzten paar Jahre, und erfreut sich auch drei Jahre nach seiner Veröffentlichung einer ungebrochenen Popularität. Was ist dran an dem Hype um Edelsteine und Pokerchips? „Splendor (Rezension)“ weiterlesen