Auf dem Tisch im Juli 2021

Man kann auch ohne neue Spiele Spaß haben (aber eins war dann doch dabei): Mein Monatsrückblick für Juli, mit Fantastische Reiche und Magic: The Gathering.

Zwar nur ein neues Spiel auf der Liste, aber ein Monat, in dem ich Terraforming Mars und Underwater Cities gespielt habe und keins von beiden zum Spiel des Monats küre, kann nicht so schlecht gewesen sein, oder? Aber gehen wir gleich ans Eingemachte…

Spiel des Monats: Magic: The Gathering

Ich mag Limited-Formate für Magic sehr gerne, habe aber eher selten die Gelegenheit sie zu spielen – normalerweise so einmal im Jahr. Nach einem Zendikar Rising Draft im vergangenen Jahr und Throne of Eldraine im Jahr davor, war dieses Jahr Adventures in the Forgotten Realms ein Muss für unsere Runde, schließlich sind wir allesamt auch begeisterte Dungeons & Dragons Spieler.

Dieses Mal war das Sealed-Format angesagt, bei dem jeder sechs Booster-Packs mitbringt, die Karten dann aber nicht reihum gedraftet werden, sondern jeder ein Deck aus seinem eigenen Kartenpool zusammenstellt. Unsere Runde ist leider noch kurzfristig von sechs auf vier Spieler heruntergeschmolzen, was aber bedeutete, dass in drei Runden jeder einmal im Best-of-Three Modus gegeneinander spielen konnte.

Adventures in the Forgotten Realms legt den mechanischen Fokus auf Dungeons & Dragons typische Mechaniken: die zentralen Themen sind Schätze (Treasure Tokens, die Mana produzieren), Dungeons und 20-seitige Würfel. Meine seltenen Karten waren farblich ziemlich munter verteilt und gaben mir noch keine klare Strategie vor. Mit Blick auf meine Uncommons und Commons entschied ich mich für ein rot-schwarzes Deck mit W20-Thema: viele Karten, die mich für einen Effekt würfeln lassen, Barbarian Class, die mich mehr aus meinen Würfelwürfen rausholen lässt, und Brazen Dwarf, der immer beim Würfeln Schaden austeilt – auf dem Papier klang das ganz gut.

Adventures in the Forgotten Realms seltene Karten
Fünf meiner sechs Rares, die sechste (Vorpal Sword) wurde nach dem Turnier weggetauscht.

In Runde eins wurde ich gegen unseren Zendikar-Champion Can gelost, der ein Deck in Abzan-Farben (schwarz-weiß-grün) mit Schwerpunkt auf Dungeon-Erkundung zusammengestellt hatte. Spiel eins ging für mich ziemlich schnell verloren, da ich gegen Icingdeath und den Mehrwert, den Cans Deck durch Dungeon-Erkundung generieren konnte, nichts entgegen zu setzen hatte. Partie zwei lief dann besser, ich konnte dank Goblin Morningstar und Vorpal Sword über vier bis fünf Runden immer wieder eine potentiell tödliche Attacke androhen, Can konnte sich aber durch seine über Skeletal Swarming erzeugten Skelette im Spiel halten, die mich dann letztendlich auch überrennen und mein 0-2 in der ersten Runde besiegeln sollten.

In der zweiten Runde ging es gegen Moe und sein Weiß-Grünes Lifegain-Deck. In beiden Spielen zeigte sich mein Deck von seiner besten Seite und lieferte mir die notwendigen Antworten, um Moes Boardpräsenz kleinzuhalten und selbst in der Offensive bleiben zu können. Auch Moes Deck konnte mit Icingdeath aufwarten, der dieses Mal aber prompt mit Dragon’s Fire gegrillt werden konnte. In meinem Deck hatte Wish tatsächlich seinen großen Auftritt und konnte mir Adult Gold Dragon als Finisher aus dem Sideboard fischen. Am Ende Stand es 2-0 für mich.

Adventures in the Forgotten Realms Spielsituation
Spielsituation aus der zweiten Partie.

Runde drei gegen Daniels Bant-Deck (grün-weiß-blau) war dann die frustrierendste Erfahrung des Tages. Zum ersten mal überhaupt konnte ich mal meine Barbarian Class ausspielen, die jedoch prompt im Zug darauf zerstört wurde. Ich kam in der ersten Runde nur langsam ins Spiel und konnte gegen Daniels größere Kreaturen keinen Druck aufbauen, in Spiel zwei kam dann auch noch etwas Nachzieh-Pech dazu (ich zog Land um Land, aber keinen von immerhin sieben Removal-Spells im Deck, konnte mit Wish mangels Treasure-Tokens auch nichts passendes in anderer Farbe aus dem Sideboard holen). Das soll Daniels Leistung nicht schmälern, der ein echt fieses Deck mit schwer blockbaren oder wachsenden Kreaturen zusammengestellt hat, mit dem echt nicht zu spaßen war.

Alles in allem war ich trotz Platz drei von vier und etwas Frust in der letzten Spielrunde mit meinem Deck ganz zufrieden, auch wenn die Fokussierung auf das Würfel-Thema nicht wirklich aufgegangen ist, da ich entweder die Payoffs/Unterstützungskarten oder die Karten, die mich würfeln lassen, gezogen habe, aber niemals beides. Forgotten Realms hat mir als Limited-Set mehr Spaß gemacht als Zendikar Rising, weil es mir etwas fokussierter erscheint und klarere Strategien zum Deckbau anbietet. Ich würde das Set durchaus noch mal draften, was aber beim schnellen Release-Takt von Magic wohl nur passieren könnte, wenn ich einen Set-Cube bauen würde… ich höre mal auf, weiter zu schreiben, bevor ich noch auf dumme Ideen komme.

Neu für mich im Juli

Fantastische Reiche

Fantastische Reiche wurde nicht nur auf Twitter in den letzten Monaten heiß gehandelt, sondern hat es immerhin bis zu einer Kennerspiel des Jahres Nominierung geschafft. Bei einem Zweispieler-Spieleabend mit meinem Freund Daniel hatte ich nun endlich auch die Gelegenheit, ein paar Testrunden zu spielen. Cleveres kleines Handkarten-Management-Spiel, das in wenigen Runden viele harte Entscheidungen verlangt. Die hohen Punktzahlen und das Punkten per App finde ich etwas sperrig. Würde ich wieder mitspielen, zieht aber nicht in die Sammlung ein.

Fantastische Reiche Kartenhand
Die Kartenhand ist komplett, nun raus mit der App zum Auszählen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.