Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist (Pandemic Legacy Blog, Teil 5)

Achtung! Spoilerwarnung! In diesem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit Pandemic Legacy: Season 1 – für mich, für alle Beteiligten und für Spieler, die das Spiel selbst schon gespielt haben, und neugierig sind, wie es anderen in ihren Kampagnen so erging. Spoiler sind also unvermeidbar. Der April steht auf der Agenda!

Achtung, Spoiler!

Sorgenvolle Mienen in den Hauptquartieren des CDC in Atlanta und Karatschi: wir machen unseren Job zu gut! So gut nämlich, dass die Regierung nach unseren Erfolgen im März nun keinerlei Handlungsbedarf in Sachen COdA-Epidemie mehr sieht und uns mal eben unsere Subventionen auf Null kürzt. So kann man doch nicht arbeiten! Aber was hilft es, der April steht vor der Tür, und die Welt will einmal mehr gerettet werden. Gut, dass das Militär als unser Freund und Helfer in die Bresche springt und uns Personal schickt – wenn wir ihm den Gefallen tun, und ein bisschen was für die militärische Infrastruktur tun.

Warum nicht, dachten wir uns, und beschlossen, uns dieses mal auf das zweite optionale Ziel einzuschießen: statt auf das Ausrotten einer Krankheit wollten wir uns dieses Mal auf den Bau von Militärbasen konzentrieren. Und zum Glück hat uns das Militär ja genau mit dem Mann bekannt gemacht, den wir dafür brauchen: trefft Eddy, unseren Betriebsexperten, ausgestattet mit einer Machermentalität und einer gesunden Konkurrenz mit unserem zweiten Mann der Tat, Sanitäter David.

Pandemic Legacy Betriebsexperte
Unser neues Teammitglied ist einsatzbereit.

Im Gegenzug haben wir unsere Forscherin Lizzy erst einmal in den Innendienst versetzt. Das Lineup für diesen Monat sah also folgendermaßen aus: Quarantäne-Spezialistin Whitney (A-K), Logistikerin Diana (Mandy), Sanitäter David (Cat) und Betriebsexperte Eddy (ich). Die Einsatzbesprechung verhieß ja erst einmal „im Westen nichts Neues“: weitermachen wie bisher. Zwei Aufgaben lösen. Alles im Griff. Waren wir jung und naiv – damals, vor der zweiten Epidemie-Karte der Partie.

Es ging schon nicht so toll los – die ersten beiden Epidemien kamen früh und brachten schnell die ersten Ausbrüche. Dann kam die nächste Legacy-Karte, und mit ihr kamen – Zombies?

Nun ja, so was Ähnliches. Als „erloschene Gestalten“ bezeichnen wir die nun hochgradig aggressiven Betroffenen der COdA-Pandemie. Und die sind der bislang größte Gamechanger der Kampagne:

  • Sie sind eine Bedrohung für unser Team. Wir müssen uns jetzt nicht mehr nur vor Ausbrüchen fürchten – unsere Charaktere bekommen schon dann eine Narbe, wenn sie am Anfang eines Zuges in einer Stadt mit erloschenen Gestalten stehen.
  • Die COdA-Krankheit breitet sich über ihren Farbbereich aus. In Städten der COdA-Farbe werden ab sofort erloschene Gestalten statt Würfel platziert. Geraten durch einen Ausbruch erloschene Gestalten in eine Stadt einer anderen Farbe, wird auch diese zu einer erloschenen Stadt. Was uns natürlich prompt mit Kairo passiert ist.
  • Und das alles passiert mitten im Spiel, ohne dass wir uns darauf taktisch hätten einstellen können.

Pandemic Legacy Erloschene
Das kann nicht gut sein! Ein Erloschener schleicht sich von hinten an unsere Quarantäne-Expertin (türkis) an.

Unsere Quarantäne-Spezialistin bekam die Auswirkungen der neuen Mutation sogleich am eigenen Leib zu spüren, als sich eine Gruppe erloschener Gestalten in einem Tobsuchtsanfall auf sie stürzte. Die einst unerschrockene Whitney war nach dem Biss nicht mehr die Gleiche. Wir verpassten ihr die Narbe „paranoid“, so dass sie seitdem überall Infizierte wittert und nur noch ihrer Kollegin Diana über den Weg traut. Die sitzt ja schließlich die meiste Zeit sicher in ihrem Kommunikationszentrum und schiebt von dort die Einsatzteams hin und her. Wenn jemand noch nicht heimlich in einen COdA-Zombie umgewandelt worden ist, dann ja wohl sie!

Da wir kaum eine Handhabe gegen die größer werdenden Horden tobsüchtiger Erloschener hatten, erschien die Lage bald verzweifelt. Aber wenn wir eines aus den vergangenen Partien gelernt haben, dann, dass es immer einen Hoffnungsschimmer gibt. Dank der gutartigen Mutationen gelang es uns, die schwarze und rote Krankheit recht zügig zu heilen, und auch der Bau der Militärbasen ging zügig voran. Allerdings biss uns dann, noch zwei Ausbrüche von der Niederlage entfernt und mit zwischenzeitlich gefährlich wenigen blauen Würfeln im Vorrat, unsere eigene Entscheidung noch einmal so richtig in den Hintern. Die realistische Chance, blau zu heilen und zu gewinnen schien greifbar nah – wenn Betriebsexperte Eddy es schaffen würde, unserer Quarantäne-Expertin die letzte dringend benötigte Karte zu zu schachern. Doof nur, dass die – überall Infizierte witternd – sich ja nun jedem Wissensaustausch mit ihm verwehrte.

Doch:  Kartenglück und Sanitäter David sei Dank schafften es unsere Helden gegen alle Wahrscheinlichkeit in einem weiteren Herzschlagfinale die letzte Militärbasis zu errichten, die fünfte blaue Karte vom Betriebsexperten über die Logistikerin zur Quarantäne-Spezialistin weiter zu reichen und diese noch Rechtzeitig nach Atlanta zu bugsieren um das dritte und letzte Heilmittel zu erforschen. Auch in der bislang spannendsten Achterbahnfahrt der Kampagne haben wir also die Oberhand behalten! Zwischenstand: Wir 4, Spiel 1!

Pandemic Legacy April Spielende
Hurra, wir leben noch!

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