Aufgetischt: Paderborner Spielefreunde und Imperial Settlers zum Zweiten (September 2017)

Unter der Rubrik „Aufgetischt“ blogge ich darüber, was im vergangenen Monat spieletechnisch so bei mir los war. Dieses Mal: ich suche eine neue Spielegruppe, und „Imperial Settlers“ ist bei uns zu Hause immer noch schwer angesagt.

BoardGameStats September 2017

Sieben für mich neue Spiele stehen im September zu Buche, darunter endlich das große „Caverna“, „Race for the Galaxy“ und „Räuber der Nordsee“. Mit „Eldritch Horror“ kam dank der „Berge des Wahnsinns“-Erweiterung ein alter Favorit gleich drei Mal auf den Tisch. Wieder einmal abwesend auf der Liste ist dagegen „Pandemic: Legacy“. Leider haben wir diesen Monat unsere feste Vierer-Besetzung nicht zusammenbekommen und uns nur einmal zu dritt getroffen.

Bei den Paderborner Spielefreunden

Dass es mit der „Pandemic Legacy“-Runde nicht geklappt hat, hat unter anderem auch mit dem Start meiner Weiterbildung zu tun, für die es mich in den nächsten Monaten jeweils fünf Tage die Woche nach Ostwestfalen verschlägt. Der Hektik rund um diesen kleinen Neustart ist es auch geschuldet, dass auf meinem Blog die letzten Wochen ziemliche Funkstille herrschte.

Damit ich in der Woche weiterhin meine dringend benötigte Dosis Siegpunkte bekomme, musste natürlich schnellstmöglich auch in Paderborn eine Spielegruppe her. Auf Empfehlung von Jerry von Mittwochsspielen habe ich daher gleich in meiner ersten Woche in Paderborn mal bei den Paderborner Spielefreunden vorbeigeschaut, die sich einmal wöchentlich öffentlich in der Kulturwerkstatt treffen. Es wird sicher eine Weile dauern, bis ich dort alle Gesichter und Namen kenne, aber ich habe ja ein halbes Jahr Zeit zum Lernen!

Räuber der Nordsee
Endabrechnung bei „Räuber der Nordsee“ in der „Kulte“. Mein Wikingerclan war siegreich!

Sinkende Siedler

Trotz der schönen Spieleauswahl diesen Monat ist das Spiel des Monats für mich zum zweiten Mal in Folge „Imperial Settlers“. Momentan einer unserer absoluten Zweispieler-Favoriten, der eigentlich jedes Wochenende mindestens einmal auf den Tisch kommt! Angenehm frisch geblieben ist das Spiel für uns auch durch durch ein neues Volk, denn ich konnte beim Sondierungsbesuch von Thalia in Paderborn nicht die Finger von der Erweiterung „Die Atlanter“ lassen.

Wie alle Völker im Spiel haben auch die Atlanter ihren eigenen Spielstil, der sie deutlich von den anderen Völkerdecks abhebt. Sie kommen recht defensiv daher und haben, im Gegensatz zu den Grundspiel-Völkern, Möglichkeiten, jede Runde mehrere Verteidigungstokens zu erhalten. Die haben sie aber auch dringend nötig, denn zum Punkten sind sie dringend auf die (generell zerstörbaren) allgemeinen Gebäude angewiesen. Alle Völkergebäude der Atlanter versinken nämlich am Spielende im Meer und sind daher Null Punkte wert. Um diesen Nachteil auszugleichen, arbeiten die Atlanter mit Vorliebe mit der neuen Ressource „Technologie“.

Imperial Settlers Atlanter
Noch gedeiht mein atlantisches Imperium. Ob die kleinen Knollennasen schon ahnen, was ihnen nach Runde fünf bevorsteht?

Technologie-Tokens ermöglichen es, ein Gebäude mehrfach zu aktivieren (etwa ein Produktionsgebäude zwei Mal produzieren zu lassen). Die fortgeschrittenen Technologien der Atlanter spendieren uns zudem dauerhafte Verteidigungsboni oder Punkte beim Aktivieren des jeweiligen Gebäudes. Im ersten Versuch bin ich mit meinen Atlantern gegen meine Frau und ihre Ägypter baden gegangen (was mir thematisch absolut angemessen erscheint). In der Endabrechnung gab es schlappe 58 Punkte und eine entsprechend saftige Niederlage. Beim zweiten Versuch – wieder gegen die Ägypter – hatte ich das Deck schon besser verstanden und konnte satte 91 Punkte einheimsen. Über die Technologie sind die Atlanter potentiell in der Lage, im Spiel Mengen an Ressourcen und Punkten anzuhäufen, von denen die anderen Fraktionen kaum zu Träumen wagen. Als Rezept gegen die atlantische Siegpunktmaschinerie scheint nur gezieltes und aggressives Zerstören wichtiger Schlüsselgebäude zu helfen – die „Engine“ darf am besten gar nicht erst in Gang kommen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die todgeweihten Inselbewohner in anderen Matchups so schlagen und rechne damit, dass „Imperial Settlers“ auch im Oktober weiter in unserer Rotation bleibt.

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