Nachsitzen! (Pandemic Legacy Blog, Teil 2)

Achtung! Spoilerwarnung! In diesem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit „Pandemic Legacy: Season 1“ – für mich, für alle Beteiligten und für Spieler, die das Spiel selbst schon gespielt haben, und neugierig sind, wie es anderen in ihren Kampagnen so erging. Spoiler sind also unvermeidbar. Heute im Programm: Januar, die Zweite. Weiterlesen auf eigene Gefahr!

Achtung, Spoiler!

Weiter geht es mit Pandemic Legacy! Naja, so ein bisschen weiter, denn nach unserer Last Minute-Niederlage in Spiel eins stand uns nun noch einmal der Januar bevor. Kennen wir schon, keine neuen Karten vom Legacy-Deck, dazu mehr Subventionen (=Ereignis-Karten), was soll da groß passieren? Flugs die Ereignisse und Charaktere ausgewählt und auf geht’s!

Wir spielen die gleiche Konstellation wie letztes mal: Forscherin, Wissenschaftlerin, Logistiker, Sanitäter. Irgendwie reißt die Generalistin niemanden so wirklich vom Hocker, und jeder hat seinen Charakter auch schon ein bisschen lieb gewonnen. Auf lange Sicht wahrscheinlich ein tragischer Fehler, aber was soll’s.

Es geht eigentlich ganz gut los, und irgendwie sind wir alle erstmal zu entspannt. Als Krisenherde kristallisieren sich Südamerika (mit der unheilbaren gelben COdA-403a) und Ostasien heraus. Beide kriegen wir erstmal in den Griff. Früh im Spiel ergibt sich dann die Möglichkeit, die rote Krankheit auszurotten – was uns allerdings den kompletten Zug des Sanitäters, des Logistikers und die Karte „Fernbehandlung“ kostet, die wir auch zur Eindämmung der ollen gelben Seuche gebrauchen könnten. Auch blau fängt derweil dezent an zu eskalieren. Egal, go for it! Irgendwie sind wir heute alle ein bisschen zu entspannt, denke ich mir.

Das ändert sich schlagartig, als das undenkbare passiert. Wir ziehen zwei Epidemien hintereinander. Das ist mir in gut zwanzig Partien Pandemie noch nicht passiert. Zur Infektion ziehen wir erst Chennai, das mittlere Asien sieht plötzlich gar nicht mehr so freundlich aus, zumal sich auch in Teheran bereits drei Krankheitswürfel befinden. „Auf Wiedersehen, Karatschi!“, stellt Cat mit wehmütiger Stimme fest. Aber es bleibt bei einem Ausbruch – unser schönes neues Startforschungszentrum steht also noch, juchu!

Erst mischen sich Zweifel, dann Verzweiflung in unsere leichtsinnige Wir-haben-das-im-Griff-Attitüde. Die frischerworbene „Prognostiker“-Sonderfähigkeit von Mandys LogistikerIn rettet uns in mindestens einem Fall davor, zu riskant zu spielen. Stattdessen ist konservative Schadensbegrenzung angesagt. Europa sieht mittlerweile gar nicht gut aus. Sankt Petersburg geben wir schon früh verloren, aber auch den lauschigen Paris-Trip in Anschluss an die schnelle Weltrettung können wir uns wohl abschminken.

Am Ende gibt es mal wieder ein Fotofinish. Blau ist mittlerweile geheilt, am Ende von Ann-Katrins nächster Runde können wir Rot heilen. Cats Zug läuft passabel, Mandys ebenfalls, dann bin ich dran, und es kommt wie es kommen muss. Meine Forscherin gibt der Wissenschaftlerin die letzte benötigte schwarze Karte. Dann ziehe ich die letzte Epidemie. Mal wieder ein Fotofinish. Bitte nicht zu viele blaue Karten jetzt. Oh, und wenn es geht auch keine weitere Narbe für Logistiker und Sanitäter, die im totalverseuchten Teheran stehen.

Pandemic Legacy - Später Januar
Spielende – nur ein blauer Würfel ist noch übrig.

Diesmal gibt es das Happy End. Eine für uns wirklich lohnende Runde – Siegbonus für Februar abgestaubt und eine gutartige Mutation für die rote Krankheit verdient. Dazu gibt es noch eine neue Sonderfähigkeit für den Sanitäter. Der Februar kann kommen! Wir nehmen ihn auch wirklich ernst, versprochen.

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